Schneidende Juwelen, Michel BRAS

Vereinigung von Technologie und Handwerkskunst

Die „Michel BRAS“ Serie entstand durch die Kreation vollendeter Balance zwischen fortschrittlichster Technologie und den Fähigkeiten versierter Handwerker.
 

Die erste Stufe der Messerproduktion: schleifen und polieren.

Die erste Stufe in der Messerherstellung besteht darin, das Eisen so zu formen, dass das Messer wie ein Messer aussieht! Dies erfordert, dass eine Klinge gleichmäßiger Stärke von der Spitze bis zum stumpfen oberen Ende so geschliffen und poliert wird, dass man es sofort als Messer erkennt. Beim Polieren wird die Oberfläche des Messers mit reinem Wasser übergossen, während ein zylindrischer Schleifstein, der sich mit hoher Geschwindigkeit dreht, die Klinge in Form bringt. Ein zweiter Poliervorgang wird von Hand vorgenommen, denn nur so erhält die Klinge eine glatte und seidige Oberfläche.

Das Löten und das Polieren der Klingenbasis (Erl/Acherl=Verlängerung der Klinge zur Befestigung des Heftes), die die Schneide trägt.

Die Klingenbasis ist das Herz des Messers; sie verbindet die Klinge und das Heft. Sie muss angelötet und poliert werden, nachdem alle überflüssigen Bestandteile beseitigt worden sind. Der Winkel und die Form der Klingenbasis werden entsprechend den verschiedenen Eigenschaften der 7 Klingen- und Griffvarianten anders fertiggestellt.

Sandstrahlen zur Veredlung

Die geheimnisvolle matte Erscheinung der Michel Bras Messer verdankt sich der Methode des Sandstrahlens. Sehr feine Glaskörnchen werden mit extrem hohem Druck gegen die Klinge gestrahlt. Dabei hängt die Qualität des Ergebnisses von den präzisen Bewegungen des Handwerkers ab, der die Klinge während dieses Vorgangs festhalten muss.

Zusammenbau per Hand

Der Zusammenbau der Klinge und des Heftes als auch des Heftes mit dem metallischen Endstück werden per Hand vorgenommen. Besonders der Zusammenbau des kastanienförmigen Heftes und dem Endstück lässt keinen Fehler zu. Sie werden so oft angeglichen, bis sie genau zusammenpassen.

Einätzen des Markennamens

Der Markenname „Michel Bras. Laguiole, France“ wird stolz auf das metallische Endstück geätzt, das der Klinge die ausgewogene Balance gibt. Die Schablone mit den Buchstaben wird an das metallische, kastanienförmige Endstück angelegt und sorgfältig angeklebt; erst dann werden die Zeichen mittels Elektrolyse hineingeätzt. Zwei erfahrene Handwerker benötigen etwas eine Stunde für ein paar Messer, um diesen Arbeitsvorgang durchzuführen.

Der Klinge Leben einhauchen: das letzte Schärfen

Das letzte Schärfen ermöglicht es, für verschiedene Verwendungszwecke geeignete Schnittkanten herzustellen. Es beginnt mit dem Polieren unter Wasser, wofür ein rotierender Schleifstein eingesetzt wird, auf den Wasser gegossen wird. Dann wird der Poliervorgang mit Leder fortgesetzt. Dabei wird ein Streifen Kuhhaut, der über einem rotierenden Zylinder gespannt ist, verwendet. Die Verbindung dieser beiden Techniken bringt Klingen von außergewöhnlicher Schärfe und Feinheit hervor. Erfahrene Fachleute wachen vom Anfang bis zum Ende über alle Arbeitsvorgänge.

Qualitätskontrolle im Mikromillimeterbereich

Stenge Qualitätskontrollen werden während des gesamten Herstellungsprozesses durchgeführt. Am Ende gibt es außerdem noch Stichproben. Eine mit einer Diamantenspitze versehene Nadel wird mithilfe eines Computers eingesetzt, um zu prüfen, ob die Form, der Winkel und die Stärke der Schnittkante - der Seele des Messers – dem Standard entsprechen. Der Grad an Präzision, der hier angelegt wird, bewegt sich im tausendstel Millimeterbereich. Bevor die Produkte ausgeliefert werden, unterläuft jedes Element weiteren Kontrollen.

Fertige Michel BRAS Messer haben 37 Arbeitsvorgänge durchlaufen. Danach werden sie von Ölrückständen gereinigt. Zur Reinigung dieser Rückstände zieht man eine alkalische Ionenspülung organischen Reinigungsflüssigkeiten vor. Schließlich werden die Messer in ihre Etuis gelegt.